Dr. Markus Warncke (Vorstand Finanzen) und Frank Göring (Vorstandsvorsitzender) präsentieren das Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 für die Villeroy & Boch AG. Foto: V&B
Dr. Markus Warncke (Vorstand Finanzen) und Frank Göring (Vorstandsvorsitzender) präsentieren das Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 für die Villeroy & Boch AG. Foto: V&B

Villeroy & Boch steigert operatives Ergebnis

Der Villeroy & Boch-Konzern hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um 2,0 % auf 836,5 Mio. € gesteigert. Auf kursbereinigter Basis, das heißt gerechnet zu Währungskursen des Vorjahres, betrug die Umsatzsteigerung 2,7 %. Negative Wechselkurseffekte resultierten vor allem aus Abwertungen des Britischen Pfund, des Chinesischen Renminbi, der Schwedischen Krone und des US-Dollars. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2017 um 8,5 % auf 49,8 Mio. € (Vorjahr: 45,9 Mio. €). Die EBIT-Umsatzrendite wurde von 5,6 % auf 6,0 % gesteigert. Grund hierfür war vor allem die Verbesserung der operativen Margen in beiden Unternehmensbereichen.

Der Unternehmensbereich Bad und Wellness hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um 6,4 % auf 558,1 Mio. € gesteigert. Im europäischen Heimatmarkt ist der Umsatz um 1,5 % auf 452,1 Mio. € gewachsen. Die dortige Entwicklung ist insbesondere durch die große Nachfrage nach spülrandlosen DirectFlush-WCs und dünnwandigen TitanCeram-Waschtischen geprägt. Trotz Steigerung der Produktionskapazitäten für diese Produkte konnte die enorme Nachfrage nicht vollständig bedient werden, was sich auch im Auftragsbestand niederschlägt, der im gesamten Unternehmensbereich um 32,8 Mio. € auf 96,2 Mio. € zugenommen hat. Hinzu kommt in ausgewählten europäischen Märkten wie Deutschland, dass zu geringe Installationskapazitäten im Handwerk das Wachstum bremsen.

Der Unternehmensbereich Tischkultur erzielte im Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse in Höhe von 278,4 Mio. € (-5,8 %). Kursbereinigt entspricht dies einem Rückgang um 4,9 %. Beeinflusst wurde die Umsatzentwicklung in vielen Märkten von weltweit abnehmenden Besucherfrequenzen im stationären Einzelhandel sowie dem Rückzug des Unternehmens aus unrentablem Geschäft. Außerdem setzte Villeroy & Boch den Kurs fort, den Fokus auf margenstärkere Handelskanäle zu legen und zugleich eine restriktivere Rabattpolitik zu verfolgen.

In Europa entwickelten sich die Umsätze in Summe rückläufig (-6,2 %). Ein Umsatzrückgang um 6,9 % war auch in den USA zu verzeichnen, was unter anderem auf Standortschließungen eines wichtigen Vertriebspartners zurückzuführen ist. Mit einer positiven Umsatzentwicklung stachen hingegen Südkorea (+20,5 %) und – dank eines guten Projektgeschäfts – die Golfstaaten (+18,9 %) hervor.

Der operative Gewinn des Unternehmensbereichs Tischkultur betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 8,8 Mio. € (Vorjahr: 9,7 Mio. €). Dank der restriktiveren Rabattpolitik wurde das gesunkene Umsatzvolumen durch eine verbesserte operative Marge teilweise im Ergebnis kompensiert. Zudem konnten Kosten durch die Schließung unrentabler Shops gesenkt und Einsparungen in Vertriebs-, Marketing-, und Logistikstrukturen sowie im Verwaltungsbereich erzielt werden. Hinzu kommen höhere Erträge aus dem Lizenzgeschäft.

„Ich freue mich, dass wir das Jahr 2017 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen haben. Hierzu hat insbesondere die positive Umsatzentwicklung im Bereich Bad und Wellness beigetragen. Da die Zeichen hier unverändert auf Wachstum stehen, investieren wir weiterhin massiv in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten“, erklärt Frank Göring, Vorstandsvorsitzender der Villeroy & Boch AG. Für das Geschäftsjahr 2018 strebt das Unternehmen eine Steigerung des Konzernumsatzes um 3 bis 5 % an. „Beim operativen Ergebnis gehen wir von einem Zuwachs von 5 bis 10 % aus“, so Göring.

www.villeroyboch.com